Blogbeitrag der Sechsundvierzigste

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Helau und Alaaf – das war glaub ich mit das größte Fettnäpfchen in das ich 2019 getreten bin.
Jeder Jecke unter Euch wird mich nun innerlich einmal köpfen.
Aber was soll ich sagen? Ein Dortmunder Mädchen ist dem rheinischen Sprachgebrauch halt nicht umgehend Herr und Karneval hat mich auch nie wirklich interessiert.

Ohje – das fliegt mein Kopf ein zweites Mal.

Für alle die den Unterschied nicht kennen (so wie ich bis vor knapp 12 Monaten): Helau ist der Narrenruf zur Faschingszeit in Düsseldorf – in der Karnevalshochburg Köln sagt man allerdings Alaaf. Und auch wenn beide Städte Rheinländer sind, sind sie sich vor allem in der fünften Jahreszeit spinnefeind.

Nun gut, was macht man also als absoluter Karnevals-Anti-Mensch? Man zieht einfach nach Overath. Aber Pustekuchen. Hätte ich damals gewusst, dass selbst dort der Rosenmontagsumzug vor meiner Haustür herläuft, hätte ich den Mietvertrag wahrscheinlich nie unterschrieben.

Die lieben Eltern, die einen dann doch besser kennen, als jeder andere Mensch, meinen es wirklich gut mit einem und verschenken eine Reise über Karneval. Aber auch hier Pustekuchen. Dass Karneval in Köln nämlich länger als nur den Rosenmontag geht, hatten auch sie nicht auf dem Schirm. Denn hier im Rheinland beginnt das Ganze schon mit Höchstleistung im Jahresübergang und findet seinen Höhepunkt von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch.

Sechs Tage lang. Das ist nicht zu fassen. Fliehen werde ich allerdings erst an dem Freitag nach Weiberfastnacht. Also blieb auch mir wohl nichts anderes übrig, als gestern Abend einen Kostümladen aufzusuchen.

Kaum angekommen fiel mir schon gleich wieder ein, weshalb ich Karneval noch nie mochte: Kostüme haben einfach einen ganz eigenen Geruch. Nach alter Kleidung im Keller – modrig – abgenutzt – mit Mottenkugeln versehen – abgetragen. Ich verstehe den Sinn hinter diesem ganzen Verkleiden nicht.

Und flöpp – da fliegt mein Kopf grad wohl ein drittes Mal.

Nun gut. Ein bisschen kann ich mich mit Karneval dann doch vielleicht anfreunde. Schließlich liebe ich Berliner, Sekt ist auch ganz in Ordnung und Konfetti ist ja auch recht schön anzusehen, solange es nicht in meiner Speiseröhre hängt …

Wir werden es sehen. Morgen wird also meine Feuertaufe im kölschen Karneval.
Mein Kostüm? Ein Bild folgt mit dem nächsten Beitrag – ich werde dann einmal berichten.
Bis dahin darf gerne geraten werden.

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