Blogbeitrag der Sechste

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Blogbeitrag der Sechste

„Köln?!“ „Wie kommt es denn dazu?“ „Bleibst du denn in Dortmund wohnen?“ „Und was ist mit Freunden und Familie?“ „Was passiert mit Paloma?“ „Ziehst du alleine in eine Wohnung?“ „Wie willst du dort eine Wohnung finden?“ „Wie willst du dort eine Wohnung bezahlen?“ „Wie kann man für seinen Job nur alles aufgeben?!“ „Ich finde es nicht gut, dass du das vorhast.“ „So etwas kann dein Chef nicht von dir verlangen.“ „Das ist für Paloma nicht gut.“

– Ich glaube ihr versteht worauf ich hinaus will –

Ich frage mich, wieso andere Menschen immer besser über mein Leben und meine Gefühle Bescheid wissen als ich.
Ich frage mich, wieso andere Menschen immer denken, sie wüssten alles besser und wieso sie über mein Leben bestimmen wollen.
Es ist doch mein Leben, also lasst es mich doch einfach so leben, wie ich es möchte.
Und Niels verlangt das schon einmal gar nicht von mir. Es war meine Entscheidung bei dem Vorstellungsgespräch auf der DIM.
Man kann so oder so nicht alles ganz genau vorausplanen und es kommt immer anders, als man denkt.
Seien es Veränderungen im Job, familiäre Situationen, neue oder alte Gefühle, neue Menschen in deiner Nähe, wichtige und unwichtige Entscheidungen.

All diese oben genannten Fragen und noch mehr, rasselten auf mich ein, als ich von meinem neuen Job berichtete. Zunächst einmal freute sich jeder mit mir, dass ich etwas gefunden habe, wo ich mich wohl fühle und ganz ich sein kann. Als ich dann jedoch von dem Umzug nach Köln berichtete, ging oft das Gerede los. Fragen über Fragen. Gut gemeinte Ratschläge.

Ihr lieben Leute da draußen, manche eurer Meinungen möchten andere nicht hören. Und wenn ihr sie dennoch aussprechen müsst, so verpackt sie doch wenigstens schön. In einer Welt wie dieser ist es nun mal nicht immer leicht, nein vielmehr wird es immer schwieriger, alles so erleben zu können, wie man sich das vorgestellt hat.

Und so kam es dazu, dass ich diesen Job, trotz des Umstandes mit Köln, sehr gerne angenommen habe. Und so kam es auch dazu, dass ich mehr als meine acht Stunden jeden Tag gearbeitet habe und nicht wie es vorher bei mir war. Jetzt gibt es auch Tage an denen ich zwölf oder sogar vierzehn Stunden außer Haus bin, auf Grund der Arbeit. Aber wisst ihr was – Ich arbeite sehr gerne. Ich arbeite auch gerne viel und setze mich mittlerweile mit jedem Problem auseinander.

Denn ein Team, wie jenes, dass ich hinter mir zu schätzen wissen darf, überwindet mit dir auch deine Grenzen. Ich kriege so viel Zuspruch, Wertschätzung und Unterstützung, dass es sich anfühlt, wie eine kleine Familie. Und ist es nicht das, wonach viele von uns suchen? Nach Sicherheit und Wertschätzung in unserem Job? Nach Freude an der Arbeit, auch wenn der Arbeitstag erst um 21:30 Uhr endet, so wie am Montag? Nach einem Chef, der uns bei allem unterstützt und Verständnis hat, wenn etwas einmal nicht sofort erledigt werden kann oder nicht sofort funktioniert?

Ich für meinen Teil kann Euch sagen, dass mir so etwas sogar viel mehr Wert ist, als schnell viel Geld zu verdienen.
Christian ist hier momentan das beste Beispiel: Jeden Morgen um 8:30 Uhr (wenn er denn mal pünktlich kommt :D) fahren wir zusammen los nach Köln und wechseln uns hierbei ab. Ab der Ankunft um 10:00 Uhr sehen wir uns die restlichen acht bis neun Stunden im Büro auch zu 90% der Zeit und kommen dann erst gute 90 Minuten später nach Feierabend wieder zusammen in Schwerte an.
Das bedeutet, ich sehe Christian mehr Stunden am Tag, als meine eigene Wohnung. Und glaubt mir, bei jedem Menschen würden wir das nicht mitmachen, so viel ist sicher und so viel Ehrlichkeit muss auch angebracht werden. Aber es funktioniert mittlerweile Hand in Hand und jeder übernimmt für den anderen auch gerne Aufgaben oder Verantwortung. Erleichternd kommt noch hinzu, dass ich mich Mitte Dezember von meinem MINI getrennt habe und mein Firmenwagen mich nun sicher überall hinbringt. Auf den Hobel ist Verlass, würde Niels jetzt sagen.

Und natürlich ist die tägliche Strecke nach Köln nicht mein Lebenstraum, aber das soll auch auf Dauer nicht so bleiben.
Zudem kam für mich in der Anfangszeit erschwerend hinzu, dass ich im Auto nicht lesen kann. Nicht mal eine Whatsapp Nachricht. Mir wird sofort unfassbar schlecht. Aber auch hieran habe ich mich mittlerweile sehr gut gewöhnt – nach 23 Jahren. Ich schreibe E-Mails, telefoniere sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt mit Kollegen, Netzwerkpartnern oder auch momentan mit vielen Handwerkern. Und so geht es nicht nur mir, so geht es auch Niels und Christian. Mittlerweile haben die Leute raus, wann wir am besten telefonisch erreichbar sind – und das ist nun einmal im Auto.

 

Köln – eine riesen Stadt, von welcher ich bis jetzt noch behaupte, mich niemals zurecht zu finden. Ich werde hier wahrscheinlich nicht einmal einen Supermarkt finden. Lara Ney, das Dorfkind, mitten in einer Millionenstadt. Das kann ja noch etwas werden. Sollte einer von Euch tolle Tipps hier haben, immer gerne her damit! Ich bin für jede Veranstaltung offen und für jeden Hinweis sehr dankbar.

Ihr müsst wissen, als ich die Stelle für Köln angenommen habe, war ich vorher nicht einmal hier vor Ort gewesen. Ich habe im Prinzip die Katze im Sack gekauft. An den ersten Tag vor Ort kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war sehr warm draußen. Und wir hatten die ersten Vorstellungsgespräche für die zukünftigen Empfangsdamen. Da unsere Fläche noch eine riesen große Baustelle war, fanden die Gespräche bei unserem lieben Nachbarn, dem Stuntwerk, statt.

Von hier aus schreibe ich übrigens gerade auch den Text. Mit den vielen Handwerken, die momentan durch unsere Fläche laufen, komme ich sonst zu nichts und morgen findet bereits der große Umzug unseres alten KompetenzCentrums von Euskirchen nach Köln statt.

Wie gesagt, es war sehr warm und die Sonne schien einfach wundervoll. Die gute Laune war also vorprogrammiert. Und als ich dann zum ersten Mal auf das Gelände des Carlswerks fuhr, wusste ich sofort, was Niels vorher mit „bunt und gut gelaunt“ meinte. Die Menschen waren sofort alle sehr lieb zu mir, man konnte nach dem Weg fragen wen man will, jeder war hilfsbereit. Als die Vorstellungsgespräche vorbei waren, schickte Niels mich noch los, das Carlswerk auf eigene Faust zu erkunden, etwas essen zu gehen und zu schauen, ob das künftig etwas für mich wäre.

Aber da war ich schon hin und weg von dem Feeling. Open Space wird hier groß gelebt. Bodentiefe Fenster, Industrialstyle in jedem Objekt, vermischt mit Modernem, kunterbunten Farben, einem Park mit Sitzbänken und einem eigenen Garten, der den Restaurants für Kräuter und ähnliches dient. Das Gefühl von Willkommen sein. Jeder Mensch darf so sein, wie er will. Anzugsträgertierchen bekommt man hier selten zu sehen und wenn, dann fallen sie meist auf.

Am 04. Dezember war es dann, nach ein paar Verzögerungen, endlich so weit: Der Tag der Übergabe. Wir waren zum ersten Mal nach der Fertigstellung live vor Ort. Natürlich sind 2.500 qm noch nicht perfekt fertig gestellt bei einer Übergabe uns bis April wird es auch immer wieder mal Baustellen an der ein oder anderen Ecke geben. Dennoch fühlen wir uns sehr wohl – und ich glaube ich kann da im Namen von allen hier sprechen.

Improvisieren auf hohem Niveau, das ist unser Motto.
Internet gab es die ersten Wochen nur über einen mobilen Hotspot vom Handy aus. Die Spagetti to Go zum Mittagessen wurden mit Kaffeelöffeln genossen, da kein Besteck vorhanden war. Niels erster Weg führte zum Großfachhandel für Toilettenpapier, sodass wir wenigstens auf Toilette gehen konnten. Und auch jetzt herrscht das Chaos in manchen Momenten. Aber da hilft nur noch locker bleiben und alles mit Humor nehmen. Es gibt Tage, da lacht man nur noch aus Verzweiflung, weil nichts klappt und dann gibt es die Tage wo man sich vor lachen krümmt, über die bisherigen Erfahrungen. Oder über so manch einen Spruch von Kollegen.

Ich glaube es gibt Tage, an denen ich so viel lache, dass es mich wundert, noch keine Bauchschmerzen bekommen zu haben.

Lieber Niels,
lieber Christian,
liebes Carlswerk Team:
Danke ! Für den tollen Zusammenhalt und das fröhliche Miteinander.

 

Und an Euch lieben Leser:
Lasst Euch nicht von anderen Menschen beeinflussen! Lebt euer Leben genauso wie ihr es Euch vorstellt. Unternehmt so viel ihr könnt, lernt so viele Menschen in eurem Leben kennen, wie es nur geht. Ich wünsche Euch, ihr lernt nur die richtigen Menschen kennen, diejenigen, die Euch gut tun. Tut das, was Euch gut tut. Lebt jeden Tag, als wäre es euer letzter und vergesst niemals, dass schlechte Zeiten vergehen. Alles passiert aus einem Grund und es wird immer ein Happy Ending geben – für jeden einzelnen von Euch!
Ich werde mir 2019 mein eigenes Happy Ending für die kommenden zwölf Monate bauen. Ich bin mittendrin. Und ihr?

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