Blogbeitrag der Fühnfzehnte

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Blogbeitrag der Fünfzehnte

„Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du beschließt, du selbst zu sein.“ – Coco Chanel“

Ihr Lieben,
wie oft steht ihr vor dem Spiegel und denkt Euch, dass da ein paar Kilogramm zu viel sind? Ein paar Kilogramm zu wenig? Hier eine Falte zu viel? Dort ein neues graues Haar? Dass ihr zu klein oder auch zu groß seid? Und wie oft seid ihr auf den Social-Media-Kanälen unterwegs und denkt Euch, dass diese eine Person so perfekt ist? Dass sie das perfekte Leben hat? Dass sie besser aussieht? Die bessere Figur hat? Tolle Reisen macht? Den perfekten Mann an ihrer Seite? Wie oft vergleicht ihr Euch und stellt fest, dass die andere Person besser ist?

>> Selbst·be·wusst·sein /Sélbstbewusstsein/ Substantiv, Neutrum [das]: das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt. <<

Im Zeitalter von Social Media wird so etwas immer schlimmer. Und das merke ich auch bei mir selbst. Man kann nicht immer alles haben. Man kann nicht immer sofort jedes Land bereisen. Man kann sich nicht alles an teuren schönen Dingen kaufen, die man doch so gerne hätte. Und vor allem kann man nicht der Mensch werden, der hinter einem jeden Social Media Profil steckt.

Und das ist auch gut so. Wir alle sind individuell und gerade genau deswegen so interessant. Wie langweilig wäre diese Welt denn, wenn wir alle gleich wären? Alle dieselbe Haarfarbe trugen, dieselben Kleidungsstücke. Wenn wir alle auf denselben Mann oder dieselbe Frau stehen würden. Es würde wahrscheinlich sogar im Chaos enden. Wir wurden als Individuen geboren und wir sollten auch als diese Leben.

Ich persönlich arbeite jeden Tag daran die beste Version meiner selbst zu sein und nicht die Dublette eines anderen. Und genau darum geht es! Ich muss mich in meinem Körper, mit meinem Charakter und allem was zu mir dazu gehört wohlfühlen. Es sind nicht die anderen Menschen die bestimmen, wer ich bin oder wer ich sein sollte. Es obliegt ganz allein mir. Und dabei bin ich keineswegs perfekt.

Meine Matheschwäche ist jedem in meinem Umfeld bekannt. Ich kann zwar keinen Salto oder liebe Aktivitäten die in Höhen über 5 Meter stattfinden, aber dafür kann ich etwas anderes. Ich bin emphatisch, offen, klug, kreativ, und lache gerne. Ich schäme mich nicht, weil ich sensibel bin. Denn oft hat mir dies schon geholfen, mich in andere Personen hineinzuversetzen. Andere Menschen zu verstehen und ihnen zu helfen.

Es geht nicht immer darum in allem der/die/das Beste zu sein, denn sein wir mal ehrlich, es wird immer jemanden geben der es besser kann. Aber ich kann, wenn ich nur will, das Beste aus mir machen. Aus meiner Person. Mich selbst so sehr zu schätzen, wie die Liebe meines Lebens. Ich selbst kann bestimmen, wie ich sein will und wie ich anderen Menschen gegenübertrete. Dabei kommt meine offene Art nicht immer bei jedem gut an, aber damit kann ich leben. Denn ich mag diese Eigenschaften an mir und das ist die Hauptsache.

Wer ich bin? Ich bin garantiert nicht das kleine süße hilflose Mädchen, dass man schulen braucht oder dem man helfen muss. Ich brauche kein Mitleid, ich brauche Ehrlichkeit. Natürlich benötige auch ich zwischendurch mal Hilfe. Aber dann bitte ich darum. Ich muss nicht beschützt werden und wenn doch, dann tun es bereits die richtigen Menschen. Ich möchte weder gehätschelt noch getätschelt werden. Möchte meinen eigene Weg gehen. Und sollte sich in der Zukunft herausstellen, dass dieser nicht immer richtig war, so war er doch meine Entscheidung. Wie soll man dazulernen, wenn man keine Fehler macht?

Nachdem ich genau dies erkannt hatte, begann ich zunächst einmal damit meine Stärken und Qualitäten, die mich ausmachen, herauszufiltern und an mir zu schätzen. Die Schwächen ließ ich dabei einmal ganz außen vor, es sei denn, sie waren letzten Endes doch eine Stärke. (Mein liebstes Beispiel hierbei ist mein Helfersyndrom. Ich möchte immer allen helfen, vergesse dabei aber oft, dass ich erstens nicht allen Menschen helfen kann, zweitens, dass mir oft die Zeit oder auch die Kraft dafür fehlt und ich dann hinten dranstehe und drittens, dass nicht alle Menschen Hilfe wollen.)

Nach einer Zeit begann ich, Tag für Tag dankbarer zu werden. Für das was ich bin und wie ich bin und dass ich Teil dieser wundervollen Welt sein darf. Von wundervollen Menschen, Momenten, Tieren, Dingen uvm. umgeben bin. Ich habe meine Einzigartigkeit erkannt und lieben gelernt. Und auch wenn es schwer wird, es ist möglich und ihr alle könnt es schaffen: Ihr selbst seid der Schlüssel zu Euch selbst und zu eurem Selbstbewusstsein. Ignoriert die Worte anderer, die Euch verletzten. Ignoriert was andere besser können, besseres an sich haben und beginnt Euch auf Euch selbst und eure Stärken zu fokussieren. Ihr alle habt unfassbar liebenswerte Seiten. Zeigt sie und vergesst niemals, dass das Leben kein Wettbewerb ist, indem es darum geht, immer besser als die Menschen um einen herum zu sein & schon gar nicht besser, als jeder Mensch auf Instagram und Co.

Und auch ihr müsst euren eigenen Weg gehen. Dieser wird nicht immer einfach sein. Aber seid stolz auf diesem Weg. Seid stolz auf das, was ihr seid und auf alles was ihr bereits erreicht habt. Ihr dürft nicht immer nur das sehen, was Euch noch fehlt, ihr müsst auf das schauen, was ihr bereits habt. Ihr werdet nicht immer alles haben können, aber ihr könnt alles erreichen, wenn ihr es nur wirklich wollt. Es wird immer mal Tiefschläge geben, aber genau diese gehören zum Leben dazu. Ohne Tiefschläge würden wir die Höhepunkte nicht zu schätzen wissen.

Viele Menschen neigen dazu, vieles als selbstverständlich im Leben anzusehen. Aber nichts im Leben ist selbstverständlich. Betrachtet einmal, was ihr bereits alles erreicht habt und fokussiert nicht nur das, was ihr eben noch nicht geschafft habt. Ihr werdet sehen, dass ihr ganz schnell viel glücklicher seid.

Ewig über das zu jammern, was uns fehlt – ihr Lieben, das ist fast immer Jammern auf verdammt hohem Niveau. Und ein ganz zentraler Punkt. Hört auf Euch zu bemitleiden, zu jammern und Euch zu beschweren. Nehmt Herausforderungen an, seht sie als Chancen und ändert die Dinge, die Euch stören und daran hindern, glücklich zu sein. Geht die Sache an, ohne in Selbstmitleid und leeren Worthülsen zu versinken. Findet heraus, wo eure Stärken liegen und macht sie Euch zu nutzen.

Kennt ihr die Australierin Ariella Nyssa? Sie ist eine Body-Positivity-Aktivistin, die sich auf Instagram gegen Bodyshaming und unrealistische Figurvorstellungen einsetzt. Die Captions dieser wunderschönen Frau versprühen so viel Selbstzufriedenheit und -liebe und Inspiration. Mich hat es direkt angesteckt und sie ist eine so tolle Persönlichkeit! Nicht immer diese Magermodels von Heidi Klum, die sich kein Mensch mehr anschauen möchte. Ariella zeigt voller Stolz ihren Körper. Dazu gehören Kurven, genau wie Cellulite – ja AUCH Cellulite. Und alle die jetzt laut „IHH!“ aufschreien, sollten aufhören meinen Blog zu lesen! Und das meine ich ganz ernst.

Cellulite gehört zu meinem Körper, genau wie meine Narben. Und alles an meinem Körper liebe ich. Und weil man für alles, was man liebt, einstehen soll, gilt das nicht nur für Dinge und andere Personen, sondern insbesondere auch für sich selbst. Und ich für meinen Teil werde auch weiterhin alles tun, um die beste Version meiner selbst zu sein. Egal, was die anderen dazu sagen.

Ihr Lieben, ich bitte Euch erneut zu einem kleinen Zettel Papier. Notizgröße reicht dabei völlig aus. Und ich bitte Euch auf diesen Zettel ein paar nette Worte über Euch selbst zu schreiben. Vielleicht trauen sich ja auch ein paar von Euch, diese Worte in die Kommentare zu schreiben? 😊 Schreibt drei bis vier Attribute, die eure Stärken darstellen. Tragt das Geschrieben so oft wie möglich bei Euch und vergesst niemals wer ihr seid. Denn wir alle sind gut, genau so wie wir sind, wenn wir uns nur selbst so wohlfühlen und anderen Menschen nicht vor den Kopf stoßen.

Also ihr Lieben – liebt Euch selbst! So doll ihr könnt.
#selflove
#selfcare
#stopcomparing
#mehrrealitätaufinstagram

2 Antworten

  1. Mal wieder ein toller Blog-Beitrag, der wieder sehr zum Nachdenken anregt. Zum Thema „Die bester Version von sich selbst zu sein“ fällt mir spontan ein Zitat/eine Songzeile der Poetry-Slammerin Julia Engelmann ein „Ich wollte immer wie die anderen sein, nur das absolut nichts bringt und das dass absolut nicht geht, weil’s die andern ja schon gibt. Der Tag an dem das klar war, war für mich der erste Neubeginn und heute kann ich sagen, dass ich meine beste Freundin bin“… weiter so, liebe Lara

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