Blogbeitrag der Einundvierzigste

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„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.“

Wer kennt ihn nicht, diesen alten Spruch von Oma und Opa.
An Nikolaus ein Gedichtlein vorgelesen, an Weihnachten musste dann die Blockflöte herhalten – oder besser gesagt, die Ohren der gesamten Verwandtschaft.

Aber wo fängt Weihnachten an und wo hört es auf?

Kurz nach den Sommerferien findet man bereits Lebkuchen, Zimtsterne und allerlei Weihnachtsgebäck in den Regalen der Supermärkte. Zu früh? Für mich schon und auch für viele um mich herum. Weihnachten war schon kommerziell, als ich Kind war. Aber gefühlt wird es von Jahr zu Jahr extremer. Geschenke immer teurer und größer, Gebäck immer früher, immer mehr Familienfeiern, an denen man teilnehmen muss und dafür aber weniger Schnee.

Die ersten Weihnachtsfeiern finden mittlerweile Ende Oktober statt, da man ansonsten nicht alle Mitarbeiter, Vereinsmitglieder usw. an einen Ort versammelt bekommt. Zu viel? Für mich schon. Seit dem ersten Advent ist mindestens jeder Freitag, Samstag und Sonntag komplett ausgebucht – manchmal sogar die Tage unter der Woche. Und den meisten geht es genauso wie mir.

Ich bin noch nicht einmal richtig in Weihnachtsstimmung, da steht schon der Adventskalender bereit und das erste Türchen lässt nicht lange auf sich warten. Da werden Plätzchen gebacken, Glühwein gekocht, Weihnachtsfeiern organisiert und gefeiert, Bäume geschlagen und Adventskränze dekoriert. Die Hausfassaden glänzen in allen Farben so grell, dass es fast an Gefährdung im Straßenverkehr grenzt und dann noch dieses eine Lied, dass sich jedes Jahr viel zu früh in´s Radio schleicht, wie das Gebäck in den Supermarkt:

Last Christmas.

Die einen hassen es, die anderen lieben es. Okay und ich oute mich jetzt einmal: Ich liebe liebe liebe es. Es gehört für mich zu Weihnachten genauso dazu, wie Kinderpunsch und Lebkuchen. Genauso gehören für mich ab dem ersten Advent auch alle Weihnachtsfilme dazu, die Netflix, Amazon Prime und Co. zu bieten haben. Mindestens die Hälfte kann ich davon mittlerweile schon auswendig mitsprechen. So ist es schon immer Tradition, dass an Heiligabend ab morgens erst der Grinch, dann Kevin allein zu Haus und im Anschluss Kevin allein in New York bei mir läuft, während ich die letzten Geschenke verpacke, mich fein herausputze und dann zur Familie fahre.

Aprospos Familie. Ich wohne zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr zu Hause, dennoch wird es das erste Fest sein, an dem es mich knappe 100 Kilometer weit in die Heimat führt und irgendwie freue ich mich auf diese Fahrt. Gemütlich im Auto mit Paloma zu sitzen, auf der warmen Sitzheizung und dabei alle Weihnachtslieder auf Spotify zu trällern. Vor allem „I´ll be home“ von Meghan Trainor hat es mir dieses Jahr angetan – es passt so gut zum „Nach Hause kommen“. Wenn es dann noch schneit, ich sag es Euch, dann sitze ich Heiligabend grinsend wie ein kleines Kind unter´m Weihnachtsbaum bei Mama und Papa.

Bevor wir jedoch nun alle ein leuchtendes Weihnachtsfest und viele Sternstunden mit der Familie verbringen, möchte ich Euch noch für die Adventszeit eine „Weihnachtsstress-Regenerations-Anleitung“ mit an die Hand geben:

  1. Macht Euch einen heißen Kakao mit Sahne und Schuß oder einen leckeren Glühwein (mein Lieblings-Rezept findet ihr am Ende des Beitrags)
  2. Im Kerzenschein oder vor dem Kamin ist alles gleich viel gemütlicher und die Ruhe kehrt schneller ein
  3. Orangenscheiben oder Zimtstangen auf der Heizung geben einen wohlig warmen Duft ab
  4. Nehmt Euch Zeit für Familie, aber vor allem auch für Euch selbst – denn das ist es, worum es an Weihnachten eigentlich geht
  5. Entspannen ! ! ! Zum Beispiel bei´m Plätzchen backen. Das finde ich immer unheimlich entspannend.

Und für alle, die jetzt noch nicht entspannt sind: Gönnt Euch selbst etwas. Wie wäre es mit einem gemütlichen After-Work-Relaxing oder mal ein paar Stunden Wellness?

Ach, noch ein Tipp für alle die es sich zutrauen: Schaltet das Handy mal ein paar Stunden aus und nehmt die Weihnachtsgerüche, Lichter und andere Sinneseindrücke auf dem Weihnachtsmarkt mal intensiver wahr. Ihr werdet sehen – wir sind alle viel zu sehr mit diesen kleinen Dingern beschäftigt und vergessen die Welt um uns herum zu schnell. So entsteht auch Stress.

Kommt gut durch die Adventszeit und lasst mich doch mal wissen, wenn ihr noch weitere Tipps habt, um dem Weihnachtsstress zu entkommen 🙂

Eure Lara

Glühwein – Rezept:

1 Liter trockener Rotwein (z.B. Spätburgunder)
2 ganze Orangen in Scheiben schneiden
1/2 Zitrone ebenfalls in Scheiben schneiden
2 Zimtstangen
3 Gewürznelken
3 Esslöffel braunen Rohrzucker

Alles zusammen in einen Topf werfen und einige Minuten auf mittlerer Stufe erhitzen, sodass es nicht anfängt zu kochen. Die Gewürze heraussieben und dann heiß genießen. Einfach – schnell – und super lecker!

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