Blogbeitrag der Achtundzwanzigste

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Wer sind wir wirklich?
Sind wir wirklich die Person hinter dem Profil?
Oder leben wir zwei Leben?
Einmal das wahre Ich und einmal das Ich hinter dem Social Media Account.

Zu dem achtundzwanzigsten Blogbeitrag hat mich mein lieber Marv verleitet. Er hatte einen Beitrag im TV dazu gesehen und fragte mich, ob ich nicht auch mal darüber schreiben wollen würde. Das Thema hatte ihn ziemlich angefixt.

Ich bin zwar immer sehr dankbar für Ideen, sowohl von Kollegen und Bloglesern, als auch von Freunden oder Familie aber mit diesem Thema hatte er mich sofort. Umgehend hatte ich Unmengen an Ideen, wie ich diesen Beitrag aufziehen würde und überwarf mich mit immer mehr neuen Themen. Las bereits bestehende Beiträge im Internet und malte mir sogar ein kleines Schema in mein schwarzes Notizbuch, wie ich alles aufdröseln wollte.

Und nun sitze ich hier auf meiner Couch, während meine neue Küche aufgebaut wird und muss feststellen, dass es mit so einer Vorbereitung nicht einfacher für mich ist, sondern schwerer. Manchmal bringt halt auch die beste Vorbereitung nichts. Und der ständige Versuch mich zum spielen zu bekommen, hält Paloma trotzdem nicht davon ab, auch noch zwischen den Küchenmonteuren rumzuhüpfen, wie ein wildgewordenes Karnickel – und ratet mal wer hinter her hüpft?

Wieso ich Euch das erzähle? Weil eben genau das die Wahrheit ist. Der Mensch hinter diesem Blog. Ich sitze nicht immer 1-2 Stunden brav dauerhaft vor meiner Worddatei und schreibe den Blog runter. Es kommt vor, dass ich dazwischen mal koche, schnell einkaufen fahre oder eben halt auch den Hund bespaßen muss (Weil sein wir mal ehrlich: Wer kann diesen riesigen Knopfaugen schon wiederstehen?). Hier steckt auch keine Zweitkorrektur dahinter oder jemand, der mir vorschreibt, was ich zu schreiben habe.

Als Marv mir die Idee zu diesem Beitrag per Sprachnachricht bei WhatsApp zukommen ließ, musste ich sofort an einen Beitrag denken, den ich früher mal gelesen habe. Damals bin ich noch zur Schule gegangen und war ausschließlich bei Facebook angemeldet. Es ging genau um das Thema, ob die Personen hinter einem Profil wirklich glücklich sind, oder eben nur so tun. Dabei sollte man sich z.B. die Bilder anschauen: Ist die Person immer alleine auf einem Bild? Dann hat sie/er wahrscheinlich nicht viele Bezugspersonen. Zeigt die Person immer nur einen Teil von sich? Dann ist sie/er mit dem Rest unzufrieden.

Vieles davon kann im heutigen Zeitalter nicht mehr anwenden, weil gerade große Influencer oft alleine auf Bildern sind, weil sie eben dafür gebucht wurden. Aber dennoch lässt sich ein Muster erkennen.

Bis heute muss ich oft an diesen Beitrag zurückdenken. Verrückt wie uns manchmal so kleine Dinge so sehr im Gedächtnis bleiben.

Wer sind wir wirklich?
Sind wir wirklich die Person hinter dem Profil?
Oder leben wir zwei Leben?
Einmal das wahre Ich und einmal das Ich hinter dem Social Media Account.

In unserem Unternehmen ist es uns wirklich sehr wichtig, dass wir der Mensch sein können, der wir sind. Wir sollen online genauso unser Leben leben, wie wir es offline tun. Aber auch wir mussten oft schon lernen, dass wir uns gerade damit angreifbar machen. Wenn man das weiß und beherzigt und ganz ehrlich zu seinen Schwächen stehen kann, nimmt man Leuten, die es nicht immer gut mit einem meinen, die Segel aus dem Wind. Ich lasse mich nicht mehr für das angreifen, was ich bin. Denn genau das macht mich aus.

Und genau das leben mittlerweile auch einige Influencer und andere Blogger. Sie zeigen, wenn es ihnen mal nicht so gut geht, machen einen Tag Sendepause und stehen offen dazu, dass auch sie einfach nur Menschen sind, die ein Privatleben führen – und das ist auch gut so.

Aber leider tun das noch nicht alle. Für jeden einzelnen Versprecher wird eine Story neu gedreht. Ist ein kleiner Pickel vorhanden, muss direkt Photoshop her. Und auch wenn es einem nicht gut geht oder man sogar wirklich ernste Probleme hat, immer schön lächeln, sowas will ja keiner sehen.

Aber genau das ist falsch! Gerade junge Leute denken, dass sie die einzigen mit Problemen sind. Schließlich haben diese erfolgreichen attraktiven Menschen, denen Hundertausende folgen keine Probleme. Sind überall beliebt, jeder mag sie. Aber auch das ist nicht richtig. Es gibt keinen Menschen, der nie ein Problem hat, den jeder liebt und den jeder anhimmelt.

Jeder Mensch ist unterschiedlich und hat seine Stärken und Schwächen. Und das ist auch gut so.

Wir sind gut so. Ich kann diesen Satz nicht oft genug sagen.

2 Antworten

  1. Social Media-Profile sind wie eine Burgerwerbung. Es ist (fast) nie das drin, was drauf ist.
    Kennenlernen sollte man immer das wahre Ich. In diesem Sinne auch einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an die echte Lara Ney.

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