Das neue Gesetz zur Maklerprovision

Ab dem 23.12.2020 wird das neue Maklergesetz, bezüglich der Maklerprovision, in Kraft treten. Mit dem Gesetz der CDU/CSU und SPD werden neue Vorschriften im BGB zur Maklerprovision verfasst und damit das bestehende Bestellerprinzip aufgehoben.
Inhaltsverzeichnis

Was beinhaltet das neue Gesetz?

In Zukunft wird die Courtage für den vermittelnden Immobilienmakler zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Das bedeutet, dass künftig beide Parteien den gleichen Anteil der Provision zahlen, auch wenn nur der Verkäufer der Auftraggeber ist. Diese Regelung gab es in den meisten Bundesländern schon vor dieser Gesetzesänderung, welche im Mai 2020 von dem Bundeskabinett beschlossen wurde. Nun soll es überall eingehalten werden, um eine geregelte und einheitliche Aufteilung zu erschaffen und eine gewisse Fairness im Immobiliengeschäft zu gewährleisten.

Worauf bezieht es sich?

Das neue Gesetz bezieht sich auf den Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, um private Käufer von möglichen Kaufnebenkosten zu befreien und eine Transparenz zu bieten. Bei der Vermittlung von Mietwohnungen wurde ebenfalls das seit 2015 bestehende Bestellerprinzip aufgehoben und sieht vor, dass maximal 50 Prozent der Kosten von einer Partei übernommen werden dürfen.

Die Courtage darf erst dann von der anderen Vertragspartei verlangt werden, wenn nachgewiesen werden konnte, dass der Auftraggeber die anfallenden Maklerkosten übernommen hat.

Handelt der Käufer in Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit gilt das neue Gesetz nicht, da es keinen Einfluss auf nicht selbstgenutztes Wohneigentum hat und dieses unter den Bereich der Gewerbeimmobilien fällt. In diesem Fall kann die Verteilung der Maklerprovision weiterhin zwischen den Parteien vereinbart werden.

Wozu ist das Gesetz gut?

Besonders für Immobilienkäufer ist die neue Regelung eine positive Veränderung, da es für beide Parteien eine bundesweit einheitliche Teilung der Courtage bewirkt und mehr Transparenz und Rechtssicherheit geschaffen werden. Somit wird der Aspekt der Fairness im Immobilienkauf/-verkauf gefördert. Wie sich das Gesetz auf die Immobilienbranche auswirkt lässt sich noch nicht sicher sagen.

Änderungen bezüglich des Maklerauftrags

Auch für den Maklerauftrag bezüglich des Verkaufs einer Immobilie bringt das Gesetz eine Veränderung, da dieser in Zukunft ausschließlich in Textform formuliert werden darf. Eine mündliche Absprache zwischen den Parteien ist nicht mehr möglich und wird nicht als gültiger Maklerauftrag gewertet.

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